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Mentales Training für alle Lebensbereiche – was 5 Jahre Mentalcoaching zeigen

  • Autorenbild: Barbara Meier
    Barbara Meier
  • vor 2 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit
Mentales Training für alle Lebensbereiche – Fokus und persönliche Entwicklung

Ein persönlicher Meilenstein -

Fünf Jahre Mentalcoaching.

Unzählige Gespräche. Unterschiedlichste Lebenssituationen – und doch erstaunlich viele Gemeinsamkeiten.


Im Juni 2020 startete ich meine Ausbildung als Sport Mental Coach und begleite seither Menschen dabei, mit Druck, Erwartungen, Unsicherheit und inneren Blockaden anders umzugehen. Im Sport, im Beruf, in der Ausbildung und im Alltag. Parallel dazu habe ich vor einem Jahr begonnen, meine Erfahrungen wöchentlich in Blogartikeln zu teilen. Nicht als Theorie, sondern als verdichtete Praxis.


Dieser Blog ist deshalb kein klassischer Fachartikel. Er ist ein Innehalten.

Und eine Zusammenfassung dessen, was sich in fünf Jahren Mentalcoaching klar gezeigt hat:

Mentales Training ist kein Nischenthema – es ist eine Lebenskompetenz.



1. Mentale Herausforderungen kennen kein Alter und keine Rolle

Mentale Anforderungen begegnen uns allen – unabhängig von Alter, Rolle oder Leistungsniveau.

  • Sportler:innen stehen unter Wettkampfdruck, kämpfen mit Motivation oder Verletzungen.

  • Berufstätige tragen Verantwortung, treffen Entscheidungen und erleben Dauerstress.

  • Menschen in Ausbildung ringen mit Prüfungsangst, Selbstzweifeln und Orientierung.

  • Im Alltag zeigen sich mentale Belastungen als innere Unruhe, Erschöpfung oder permanenter Erwartungsdruck.


Was sich unterscheidet, ist der Kontext.

Was gleich bleibt, sind die mentalen Mechanismen.


Genau deshalb wirkt mentales Training für alle Lebensbereiche – weil der Kopf nach denselben Prinzipien funktioniert, egal in welchem Umfeld.


2. Wenn Menschen nur noch funktionieren statt bewusst zu handeln

Viele Menschen, die zu mir kommen, haben sich vorher kaum bewusst mit ihrem Denken und Handeln auseinandergesetzt. Sie reagieren automatisch. Unbewusst. Nach Mustern, die sich über Jahre eingeprägt haben.


Im Coaching entsteht oft zum ersten Mal Raum, um innezuhalten:

  • Was tue ich eigentlich – und warum?

  • Dient mir dieses Verhalten noch?

  • Und wie möchte ich in Zukunft handeln?


Mentales Training bedeutet nicht, alles sofort anders zu machen.

Es bedeutet, bewusst wahrzunehmen, gezielt zu trainieren und Schritt für Schritt neue Handlungsmöglichkeiten aufzubauen.


Wie beim Krafttraining gilt auch hier:

Veränderung braucht Zeit, Wiederholung und Energie.


3. Mentale Muster, die uns alle verbinden

Unabhängig davon, ob jemand Leistungssport betreibt, eine Führungsfunktion innehat oder sich in Ausbildung befindet – gewisse mentale Muster begegnen mir immer wieder:

  • Widerstand gegen die Realität („Soll-Ist-Paradoxon“)

  • Fixierte Denkweisen („So bin ich halt“)

  • Emotionale Beweisführung („Es fühlt sich so an, also muss es stimmen“)

  • Ein starker innerer Kritiker

  • Ergebnisfokus statt Prozessfokus

  • Alles-oder-nichts-Denken

  • Hochstapler-Dynamiken

  • Fokus auf die Lücke statt auf den Fortschritt

  • Kontrollillusion und Frust, wenn sie nicht aufgeht


Diese Muster sind menschlich.

Problematisch werden sie erst, wenn sie unbewusst das Handeln steuern.


Mentales Training schafft Bewusstsein – und damit Wahlfreiheit.


4. Mentale Stärke ist nicht die Abwesenheit von Emotionen

Einer der grössten Irrglauben über mentale Stärke lautet:

„Ich will mental stark werden, damit ich keine Angst, Zweifel oder Nervosität mehr spüre.“


Mentale Stärke bedeutet nicht, keine Emotionen zu haben.

Sie bedeutet auch nicht, immer souverän oder unerschütterlich zu sein.


Mentale Stärke heisst:

  • Emotionen wahrnehmen, ohne von ihnen dominiert zu werden

  • Zweifel zulassen, ohne handlungsunfähig zu werden

  • Nervosität regulieren, statt sie zu bekämpfen


Nicht Gefühllosigkeit macht stark, sondern emotional kompetentes Handeln.


5. Therapie oder Mentaltraining – ein wichtiger Unterschied

Der Unterschied lässt sich einfach erklären:


Therapie fragt oft:

„Warum ist das so?“

Der Fokus liegt häufig auf der Vergangenheit, um im Heute Stabilität und Heilung zu ermöglichen.


Mentaltraining fragt:

„Wie kommst du dorthin?“

Der Fokus liegt auf dem Heute und der Zukunft. Wir analysieren nicht primär den Graben, sondern bauen die Brücke.


In der Therapie werden Wunden geheilt, damit das Leben wieder funktioniert.

Im Mentaltraining werden Fähigkeiten trainiert, damit Menschen ihre Ziele erreichen und handlungsfähig bleiben.


6. Der Klick-Moment: vom Ausgeliefertsein zur Selbstwirksamkeit


Einer der stärksten Momente im Coaching ist dieser innere Klick:

„Ich kann lernen, anders mit Druck umzugehen.“


Psychologisch verschiebt sich etwas Grundlegendes:

  • vom Tunnelblick zum Weitwinkel

  • vom Reagieren zum Gestalten

  • von „Druck passiert mir“ zu „ich kann Einfluss nehmen“


Die Physiologie wird vom Feind zum Verbündeten.

Die Angst vor der Angst verliert ihre Macht.

Flow wird auch unter Belastung möglich.


Oder anders gesagt:

Druck ist wie Wind in den Segeln. Ohne Training bringt er dich zum Kentern. Mit dem richtigen Training bestimmt er dein Tempo.


7. Prävention oder Notfall – beides kann fürs Leben wirken

Es gibt präventives Coaching und sogenanntes „Feuerlöscher-Coaching“, wenn es bereits brennt.

Aus meiner Erfahrung gilt: Beides kann fürs Leben prägend sein.


Präventive mentale Arbeit ist langfristig gesünder.

Gleichzeitig nehmen Menschen, die im akuten Moment kommen, oft enorm viel mit – weil sie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und wirklich hinzuschauen.


Der wichtigste Schritt ist nicht der perfekte Zeitpunkt.

Sondern, dass sich jemand überhaupt meldet.


8. Für wen mentales Training geeignet ist und wie ich arbeite

Mentales Training für alle Lebensbereiche im Sport, Beruf und Alltag

Ich begleite:

  • junge Menschen und erfahrene Persönlichkeiten

  • Hobbysportler:innen und Leistungssportler:innen

  • Menschen im Beruf, in Ausbildung und im Alltag


Nach oben gibt es keine Altersgrenze.

Nach unten braucht es die Fähigkeit und Bereitschaft, Verantwortung für das eigene Denken und Handeln zu übernehmen – meist ab etwa 15 oder 16 Jahren, manchmal früher.


Mentales Training ist Knochenarbeit.

Mentales Training vor Ort oder online

Was sich über Jahre eingeprägt hat, verändert sich nicht über Nacht. Doch wer bereit ist zu trainieren, kann sich in jedem Alter entwickeln. Das Gehirn bleibt formbar – wenn man will.


Ich arbeite vor Ort und online, individuell, praxisnah und nachhaltig. Nicht als Quick-Fix, sondern als Entwicklungsprozess.


9. Fazit

Mentales Training ist kein Sonderthema für wenige.

Es ist eine Haltung, wie wir Herausforderungen begegnen, Druck regulieren und Verantwortung übernehmen.


Nach fünf Jahren Mentalcoaching bin ich überzeugt:

Veränderung ist möglich – in jeder Lebensphase.


Wenn du dich in diesem Blog wiedergefunden hast, melde dich gerne.

Präventiv oder im Moment einer Herausforderung.


👉 Kontakt: www.mentalbereit.ch


Und noch eine Einladung:

Über welches Thema soll ich in Zukunft schreiben?

Deine Rückmeldung hilft mir, Inhalte zu gestalten, die wirklich relevant sind.

 
 
 

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Barbara Meier

Luzernerstrasse 6

6045 Meggen, Luzern

Tel.: + 41 76 331 66 91

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