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Mentale Stabilität in unruhigen Zeiten: Orientierung behalten, wenn der Rhythmus kippt

  • Autorenbild: Barbara Meier
    Barbara Meier
  • vor 16 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit
Mentale Stabilität in unruhigen Zeiten bei Jugendlichen und Erwachsenen
Bild erstellt mit Gemini von Google

Wenn sich der Rhythmus verändert – ein Thema für alle - Fasnacht, Ferien oder andere intensive Phasen bringen unseren gewohnten Alltag durcheinander. Schlafenszeiten verschieben sich, Essgewohnheiten verändern sich, Tage verlieren ihre klare Struktur.


Das betrifft nicht nur Kinder und Jugendliche. Auch Erwachsene merken, dass sie sensibler reagieren, schneller müde sind oder länger brauchen, um wieder in den Takt zu finden.


Genau hier beginnt das Thema dieses Blogs: mentale Stabilität in unruhigen Zeiten. Nicht als Frage von Disziplin oder Kontrolle, sondern als Fähigkeit, auch dann innerlich orientiert zu bleiben, wenn der äussere Rhythmus nicht mehr trägt.



1. Warum Übergänge mental herausfordernd sind

Mentale Belastung entsteht selten in der Aktivität selbst. Sie entsteht im Übergang: vom Feiern in den Alltag, von de

n Ferien zurück in Schule, Beruf oder Training.


Fasnacht und Ferien machen diesen Mechanismus sichtbar. Jugendliche priorisieren anders, Trainings werden ausgelassen, Verpflichtungen verschieben sich. Das ist kein Zeichen von fehlender Motivation, sondern Ausdruck von Entwicklung.


Entscheidend ist nicht, ob sich der Rhythmus verändert, sondern ob es eine innere Orientierung gibt, die durch den Wechsel hindurch trägt.


2. Mentale Flexibilität: Stabil bleiben, ohne starr zu werden

Mentale Stabilität bedeutet nicht, dass alles gleich bleibt. Sie entsteht durch mentale Flexibilität – die Fähigkeit, sich anzupassen, ohne sich selbst zu verlieren.


Ein hilfreiches Bild dafür ist der Unterschied zwischen Glas und Gummi:

  • Glas ist fest und klar, zerbricht aber bei unerwarteter Belastung.

  • Gummi wird gedehnt, passt sich an und findet wieder in seine Form zurück.

Mentale Flexibilität zeigt sich, wenn:

  • Gedanken neu ausgerichtet werden können („umparken im Kopf“),

  • Gefühle wahrgenommen werden, ohne das Handeln zu steuern,

  • aus einem inneren „Ich muss“ ein „Ich kann“ wird.


Diese Fähigkeit ist kein Zufallsprodukt. Sie entsteht durch Erfahrung – und durch Begleitung.


3. Mentale Stabilität in unruhigen Zeiten braucht innere Orientierung

Flexibilität braucht einen Rahmen. Kinder und Jugendliche können sich nur dann innerlich bewegen, wenn sie wissen, woran sie sich orientieren können.


Gerade wenn Schlaf, Essen und Tagesstruktur variieren, wird diese innere Orientierung zentral. Sie entsteht nicht durch starre Regeln, sondern durch verlässliche Haltungen:

Was gilt weiterhin? Wo gibt es Spielraum? Wo sind Grenzen?


Mentale Stabilität entsteht dort, wo Freiheit und Halt gleichzeitig vorhanden sind.


4. Erwachsene als Anker in unruhigen Phasen

Kinder und Jugendliche lernen mentale Flexibilität nicht durch Erklärungen, sondern durch Beobachtung. Erwachsene wirken dabei wie Ankerpunkte in bewegten Zeiten.

Erwachsene wirken dabei wie Ankerpunkte in bewegten Zeiten.

Sie beobachten genau:

  • wie Erwachsene mit Müdigkeit umgehen,

  • wie sie zwischen Aktivität und Ruhe wechseln,

  • wie sie nach intensiven Phasen wieder zur Ruhe kommen.


Erwachsene müssen keine perfekten Vorbilder sein. Entscheidend ist, wie bewusst sie Übergänge gestalten – und ob sie selbst innere Orientierung vorleben.


5. Wie mentale Flexibilität im Alltag konkret wachsen kann

Mentale Flexibilität wächst nicht durch einzelne Interventionen, sondern durch wiederkehrende Erfahrungen. Besonders wirksam sind kleine, aber bewusste Übergänge:

  • Übergänge markieren: Nach intensiven Phasen bewusst einen Gang herunterschalten – nicht sofort analysieren oder bewerten.

  • Anpassung würdigen: Nicht nur Ergebnisse loben, sondern den Umgang mit Veränderungen.

  • Raum für Selbststeuerung lassen: Fragen stellen statt vorschnell zu lenken.


Diese Haltungen schaffen ein Umfeld, in dem Kinder und Jugendliche lernen:

Ich darf mich anpassen, ohne mich zu verlieren.


6. Fazit: Orientierung schlägt Kontrolle

Mentale Stabilität in unruhigen Zeiten entsteht nicht durch straffe Führung oder perfekte Routinen. Sie entsteht durch innere Orientierung – besonders dann, wenn der äussere Rahmen wackelt.


Oder anders gesagt:

Erfolg im Jugendsport und im Alltag ist kein Sprint, sondern ein Entwicklungsprozess.

Wer Übergänge bewusst gestaltet, legt den Grundstein für nachhaltige mentale Stärke.


Begleitest du Kinder oder Jugendliche als Elternteil oder Trainer:in und möchtest mentale Stabilität gezielt fördern – ohne Druck, aber mit Klarheit?

Dann nimm gerne Kontakt mit mir auf.

Weitere Impulse und Informationen findest du auf www.mentalbereit.ch.

 
 
 

sports project management GmbH

Barbara Meier

Luzernerstrasse 6

6045 Meggen, Luzern

Tel.: + 41 76 331 66 91

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